Erstellt von guenter am 11.02.2011 17:30:57

Rollläden werden im Wohnungseigentumsrecht als von außen sichtbare, die Fassade gestaltende Elemente dem Gemeinschaftseigentum zugeordnet. Zugvorrichtungen und Gurte sind nach Auffassung einiger Gerichte dagegen Sondereigentum (OLG Saarbrücken, Az.: 3 W 44/98). In der Regel sind die Kosten für Reparaturen an den Rollläden von der Gemeinschaft zu tragen. Ausnahmen können sich durch die Teilungserklärung ergeben. Dort können, für die dem Gemeinschafteigentum zugeordneten Gebäudebestandteile, so genannte Kostentragungsregelungen festgeschrieben sein, welche - ohne Rücksicht auf den Grund der Reparaturnotwendigkeit - die Kosten für Instandsetzungen dem jeweiligen Wohnungseigentümer auferlegen.

Sind im Gemeinschaftseigentum stehende Gebäudeteile in der Teilungserklärung fehlerhaft dem Sondereigentum zugeordnet, kann dies je nach Einzelfall in eine Kostentragungsregelung umgedeutet werden. Diese Regelung findet eine Grenze, wenn sie dem Wohnungseigentum Kosten in unzumutbarer Höhe auferlegen. Dies hat z.B. das Kammergericht Berlin bei der Übertragung der Sanierung der Isolierschicht einer Dachterrasse auf den Eigentümer der Dachwohnung angenommen (AZ. 24 W 83/07).

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